maxLass PDF Drucken E-Mail


Der MaxLaSS Test

Die Bestimmung der Langzeitausdauerschwelle steht im Mittelpunkt des Interesses der Leistungsdiagnostiker zur Beurteilung der aktuellen Leistungsfähigkeit eines Sportlers. Diese dient vorrangig der Trainingskontrolle. Das gängige, einfache Laktatstufentestverfahren ist für die Bestimmung der Individuellen Anaeroben Schwelle (IANS) bei entsprechender Zielsetzung im Spitzensport zu ungenau. Zudem hat eine Standardisierung bzgl. des Auswerteverfahrens eines Laktatstufentests mittels verfügbarer und komplexer Schwellenwertmodellen noch nicht stattgefunden.

Das MaxLaSS Verfahren hingegen ist das einzig der Schwellendefinition exakt nachempfundene und somit nicht angreifbare Verfahren. Es dient somit zu recht als Referenzmethodik für alle in der Laktatdiagnostik validierten Schwellenwertverfahren. In seiner Durchführung gleicht er zunächst dem einfachen Stufentestverfahren. Einzig werden während einer Belastungsstufe mindestens 3 Laktatwerte genommen. Zudem ist die Stufendauer mindestens auf 10 min Länge zu setzen (Vergleich: Stufentest 3-5 min).

Ein wesentlicher Unterschied findet sich jedoch im Belastungsprotokoll. Während im einfachen Stufentest möglichst das ganze Leistungsspektrum abgedeckt werden sollte (von der Mindestlast bis zur Ausbelastung) muss im MaxLaSS Test ein „günstiges Leistungsfenster“ gewählt werden (s. dazu weiter unten).

Da im einfachen Stufentest durch ledigliche Einmallaktatmessungen die zweitgenannte Information (nämlich die Zeitabhängigkeit der Laktatkonzentration) entfällt, steht dort für den anaeroben Leistungsbereich ein wesentlicher Einflussparameter nicht mehr zur Verfügung.

Ohne möglichen Rückgriff auf das Zeitverhalten der Laktatkonzentration unterliegt eine Schwellenbestimmung nunmehr teilweise sehr aufwendigen theoretischen Modellen, die den Verlust der Zeitinformation nicht mehr in hinreichender Genauigkeit aufwiegen können. Zwar wurden in der Vergangenheit unzählige Versuche unternommen, den eingebüßten Verlust durch quantitativ hohen Aufwand an Messungen in Form von empirischen Erfahrungswerten wieder auszugleichen, aber dennoch bleibt die Schwellenbestimmung im einfachen Stufentestverfahren stets und künftig ein systembedingt gekapptes Verfahren.


(Quelle: Handbuch maxLass 1.1.0 - mescis GmbH)

 
No images

Status Center

Wir haben 3 Gäste online

Besucher gesamt

Seitenaufrufe : 125582